Page 60 - MOHR Stadtillu - Ausgabe 257
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 COBURGER BAND LÄSST ES AUF DEM NEUEN ALBUM GUT SEIN
   Vor ihrem Proberaum in der alten Papierfabrik präsentierte
sich die Band für ein Gruppenfoto (von links): Kevin Schwarz, Fabian Kraft, Jakob Zips, Aljoscha Bauer, Philipp Loßmann, Tobias Bernklau, Phillip Nemmert. Foto: Giulia Nemmert
EHRLICHE ROCKMUSIK MIT EINEM AUGENZWINKERN
 GROOVENDEN, SCHNÖRKELLOSEN ROCK MIT ORIGINELLEN TEXTEN DAS ZEICHNET DEN SOUND DER COBURGER BAND „HILLS LIKE WHITE ELEPHANTS“ AUS. DIE SIEBEN MUSIKER, MITTE 30, KENNEN SICH MEHRHEITLICH AUS DER SCHULZEIT AM EHRWÜRDIGEN GYMNASIUM CASIMIRIANUM. INZWISCHEN SIND SIE IN GANZ BAYERN VERSTREUT, DOCH, WENN SIE SICH IN BESTIMMTEN INTERVALLEN IN IHREM PROBENRAUM IN DER LAUTERTALER PAPIERFABRIK TREFFEN, DANN FUNKT ES ORDENTLICH MUSIKALISCH BEI DER TRUPPE. IN MEHREREN KLAUSURÄHNLICHEN SITZUNGEN HABEN SIE EINEINHALB JAHRE AN IHREM NEUEN ALBUM GEARBEITET.
genregie aufgenommen, da war außer dem Soundingenieur, der uns das Ganze am Ende gemastert hat, und uns weiter keiner daran beteiligt.
MOHR: Ihr verfügt ja über einen ganz be- sonderen Proberaum.
Phillip: Das ist in der alten Papierfabrik in Lautertal. Da sind wir jetzt seit 2019, damals kurz vor Corona, eingezogen und haben da- mit die Coronazeit gut überstanden.
MOHR: Wenn man da Bilder sieht, was da für Equipment herumsteht, dann habt ihr euch ganz schön professionalisiert.
Phillip: Ja, das erste Album haben wir noch mit einem einzigen Mikrofon aufgenom- men. Inzwischen ist das ein bisschen mehr geworden an Studioequipment. Wir haben auch alle inzwischen Berufe, in denen man Geld verdient, da kann man sich so ein etwas teureres Hobby besser leisten.
MOHR: Jetzt stehen für Euch ja zwei konkre- te Anlässe ins Haus: Ihr habt ein neues Al- bum und einen großen Auftritt.
Phillip: Ja, wir haben eine Scheibe in Vinyl pressen lassen und digital auf Spotify veröf- fentlicht.
MOHR: Wie muss man sich das bei Spotify vorstellen? Bleibt da was für euch hängen?
Phillip: Unser erstes Album hatten wir auch schon bei Spotify, da haben wir rund 40 Euro bekommen. Es kommt natürlich darauf an, wie viele Klicks man generiert, aber bei den
Das trägt den lakonischen Namen „Lass mal gut sein“ und nicht nur der gleichnamige Ti- telsong geht beim Zuhören ordentlich ins Ohr und in die Beine. „Ehrliche Rockmusik mit einem Augenzwinkern“, so verkündet ihr PR-Text, die die Sieben aus Lautertal präsen- tieren und das gelingt ihnen auf ordentliche Art und Weise. Kein Wunder, denn seit be- scheidenen Anfängen auf dem BGS-Gelände in Coburg, findet sich in Lautertal ein Sam- melsurium an anspruchsvollem Soundgerät. Auch wurde der Tonträger, der auf Vinyl ge- presst wurde und auf Spotify abzurufen ist, von einem professionellem Soundingenieur gemastert. Und das Ergebnis verblüfft! Beim offiziellen Album-Release in der Sonderbar Ende Januar begeisterte die Band ihre Zuhö- rerinnen und Zuhörer in der übervollen Son-
Das Cover des neuen Tonträgers von „Hills Like White Elephants“. Foto: privat
derbar. Vor dem Konzert konnte der MOHR die beiden Sänger Kevin Schwarz und Phillip Nemmert sprechen, die beiden einzigen Bandmitglieder, die in Coburg verblieben sind.
MOHR: Woher kommt eigentlich dieser ei- gentümliche Namen für Eure Band?
Kevin: Da gibt es zwei Geschichten. Die eine ist, dass wir, als wir noch sehr jung waren, mit unseren Eltern in Afrika gewesen sind. Wir haben uns dort bei einer Elefantensafari ken- nengelernt und sind auch auf Elefanten ge- ritten. Da haben wir festgestellt, dass wir aus Deutschland kommen und noch dazu aus der gleichen Stadt. Dort in Coburg haben wir uns zusammengefunden und beschlossen, zusammen Musik zu machen. Das ist die eine Geschichte. Das ist die Geschichte, die wir gerne erzählen, die aber gar nicht stimmt. Denn in Wahrheit kennen wir uns alle aus der Schule. Wir waren alle bis auf den Phillip Schüler des Gymnasiums Casimi- rianum und kennen uns von daher. Wir ha- ben alle Instrumente gespielt oder gesun- gen und haben uns dadurch zusammenge- funden und sind bis heute zusammengeblie- ben. „Hills Like White Elephants“ ist der Titel einer Kurzgeschichte von Ernest Hemingway, die damals in der Schule behandelt wurde.
MOHR: Von welchem Zeitraum spre- chen wir hier?
Kevin: Ursprünglich ging das 2007 los in der alten Besetzung, da waren Phillip und ich noch nicht dabei. 2009 haben wir zu Weih- nachten eine Klausurtagung in unserem al- ten Probenraum abgehalten und uns da qua- si eingeschlossen, uns von Schinken-Käse- Toasts ernährt und Musik gemacht. Da haben wir festgestellt, dass wir ziemlich produktiv waren und es hat viel Spaß gemacht. So hat das dann angefangen. Wir haben uns ab dann immer zu Weihnachten zusammenge- funden, bis wir gedacht haben, es könnte auch ein bisschen mehr werden. Die Band wurde dann um uns offiziell erweitert und wir waren ab da ein Siebener-Gespann. Wir haben uns dann auf ein Album fokussiert und das Ganze priorisiert und uns auch auße- rhalb von Weihnachten getroffen.
MOHR: Dann kam 2017 euer erstes Album.
Kevin: Ja, das hieß „Ages“, weil wir so lange gebraucht haben, das Album zusammenzu- stellen. Auf dem Tonträger war der erste Song, den wir je geschrieben hatten, bis zum damals aktuellsten Lied. Das hat die gesamte Bandbreite, die wir bis dahin durchlebt ha- ben, abgebildet. Wir haben das Ganze in Ei-
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- STADTILLU FÜR COBURG, LICHTENFELS & KRONACH
 









































































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