Page 11 - MOHR Stadtillu - Ausgabe 257
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KOCHSHOW UM 11 UND 14 UHR
EVENT
ruf als Koch an den Nagel hängen, aber Ste- fan hat meine Kündigung einfach nicht ak- zeptiert, mir den Rücken gestärkt und ( zum Glück) recht behalten.
Die Zeit mit Stefan hat meinen gesammten Lebensweg verändert, meine Einstellung zum Kochen und vorallem auch meinen Mu- sikgeschmack, grins.
MOHR: Du warst auch im Ausland beschäf- tigt. Welche Erfahrungen hast Du dort ge- macht?
Ralf: Mein Start auf Djerba/ Tunesien war schwierig, ich war immer noch Jung ( 27 Jah- re), sehr fordernd, ungeduldig und wollte oft mit meinem Kopf durch die Wand. Nicht die beste Voraussetzung für Tunesien, mein Glück war mein Restaurant -Team, das mir in vielen Gesprächen das Land , die Menschen, die Metalität näher gebracht haben und da- durch meine Personalführung, meine Ge- duld und meine Komunikation masiv verbes- sert haben. Ich bin mir sicher durch meine Zeit in Tunesien, bin ich ein besserer Chef/ Mensch geworden und wer mal 2 Jahre im Ausland war kann viele Dinge in Deutschalnd auch wieder mehr schätzen.
MOHR: Du reist gerne und häufig. Was ist Deine Intension? Was nimmst Du mit nach Hause?
Ralf: Vor allem Inspiration, für neue Gerichte aber auch oft das Lebensgefühl in anderen Ländern, gerade da haben wir in Deutsch- land noch Luft nah oben.
Der Rindfleischsalat von heute ist auch so ein Mitbringsel von einem Thailandaufenthalt.
MOHR: Schon um 2001 begann Deine TV- Karriere. Ich denke, zuerst hast Du gezeigt, wie schnell Kochen funktionieren kann, wenn man es geschickt anstellt?
Ralf: Ja bei Zacherl einfach Kochen, ging es um einen möglichst unfallfreien Weg von Rohzutaten zum fertigen Gericht.
Es war mein erstes TV- Format, mein ganzes Leben hat sich innerhalb von Wochen geän- dert und ich habe die aber Zeit geliebt.
MOHR: Ich habe Dich auch im TV gesehen, wie Du mit Mario Kotaska und Martin Bau- drexel Gastronomen gecoacht hast, die in Schieflage geraten sind...
Ralf: Ja die Kochprofis und danach die Kü- chenchefs, beide Formate waren für uns Her- zensangelegenheiten.
Man kann natürlich andere Menschen nicht in 3 Tagen zum Spitzenkoch/ Chef machen, aber man kann Probleme lokalisieren, an- sprechen, verbessern und Lösungen anbie- ten.
Durch die Macht des Fernsehens konnten wir oft auch Schwierigkeiten mit Behörden/ Äm- tern/ Lieferanten lösen oder verbessern.
Aber letztendlich waren es immer die Men- schen vorort, die die Lösungen dann umge- setzt haben und oft auch mit Erfolg.
MOHR: Bestimmt gab es dabei auch die eine oder andere skurrile Situation?
Ralf: Solche Situationen gab es oft, die meis- ten waren lustig aber oft auch massiv an- strengend. Verpasste Flüge , kleinere Auffah- runfälle, falsche Farbe ander Außenwand ect. Beim Dreh im Speicher in Berlin dachten wir, wir haben am Abend 80 Gäste und wären ausreserviert, deshalb haben wir auch für 80 Gäste vorgekocht. Was wir nicht wussten das der Chef noch 2 weitere Ebenen aufgemacht hat und wir dann am Abend über 220 Gäste hatten. Der Küchenchef sich am Service Start die Hand verbrüht und der Rest war nur noch Chaos und ein wilder Service.
MOHR: "Der Topf ist rund, damit das Kochen und Denken die Richtung ändern kann" ...ist Dein Motto. Inwiefern hat es Dein Leben ver- ändert?
MOHR: Ich glaube alles ist im Fluss und vie- les verändert sich permanent. Viele Men- schen setzten sich Ziele und arbeiten dann
darauf zu, leider haben die Menschen da- durch einen Tunnelblick und bekommen gar nicht mit was rechts und links noch passiert. Für mich ist es wichtig im Hier und Jetzt glü- cklich zu sein, denn wenn man Glücklich ist, macht man eine guten Job und wenn man gut arbeitet gehen rechts und links viele Tü- ren auf an die man von selbst gar nicht ge- kommen wäre.
Dadurch verpasst man oft Chancen die das Leben machmal bietet.
MOHR: Welche Projekte stehen noch auf Deiner Agenda?
Ralf: Freue mich auch dieses Jahr wieder auf meine Kooperation mit der deutschen Ta- moil HEM, dann die Landparty in Dagoberts- hausen, nicht zu vergessen das Foodrock Fes- tival von Peter Scharff und alles was das Jahr noch so bringen wird.
MOHR: Vor allem aber ist der prominente Koch authentisch geblieben - und das kommt an.
Themen in den Kochshows
am 17.05. am Schwarzen Markt Coburg
1. Show:
Warmer Rindfleischsalat auf Spitzkohl und Erdnuss
2. Show
Rückwärts gegarter Maibockrücken auf Spargel- Brot- Salat
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